giovedì 16 aprile 2015

Zum Vormarsch des Islam und zum Rückzug des Christentums


Das Christentum in der Welt ist auf dem Rückzug und überlässt das Feld kampflos del Islam. AlQaida, IS, Boko Haram, Taliban. Wären solche Organisationen fanatisierter Muslims vor hundert Jahren möglich gewesen? Nicht nur möglich. Es gab sie sogar.

Im 19. Jahrhundert gab es im Sudan den sogenannten „Mahdi-Aufstand, als sich ein gewisser Muhammad Ahmad als Mahdi (der Rechtgeleitete) ausgab und sich 1881 an die Spitze einer Bewegung gegen die ägyptische Besetzung Sudans stellte. Von 1881 bis 1898 schuf diese Bewegung im Sudan einen eigenen Staat. Berühmt wurde der Mahdi durch die Eroberung Khartums am 26. Januar 1885. Wenige Monate nach der Eroberung Khartums starb Muhammad Ahmad. Seinem Nachfolger und engsten Vertrauten Abdallahi ibn Muhammad, der sich den Titel Kalif zulegte, gelang es, das gesamte Gebiet des Sudans zwischen den Provinzen Darfur im Westen, Suakin im Osten (ohne die Stadt), Dongola im Norden und Bahr al-Ghazal im Süden zu erobern. Gegen ihn wurde ein britisch-ägyptisches Expeditionskorps unter Horatio Herbert Kitchener in Marsch gesetzt, welches die fanatischen Muslime am 2. September 1898 in der Schlacht von Omdurman besiegte. Die Schlacht bedeutete das Ende der Vorherrschaft der Mahdisten und ermöglichte die Errichtung eines anglo-ägyptischen Kondominiums im Sudan. Grossbritannien zögerte damals nicht, modernste Waffen, zum Beispiel Maxim-Maschinengewehre und die neuesten Schnellfeuerkarabiner, gegen die berittenen und mit Vorderladern, Schwertern und Lanzen ausgerüsteten muslimischen Truppen einzusetzen. Heute sind englische Städte von Muslims besetzt, weil keiner glaubt, sich gegen den islamischen Expansionismus und terroristischen Fanatismus wehren zu müssen.

Vor hundert Jahren gab es in Afrika eine rege christliche Missionstätigkeit. Heute geschieht es, das christliche Missionare, Nonnen und Priester, in Afrika von mohammedanischen Fanatikern ermordet werden, ohne dass diese Morde ein Eingreifen christlicher Staaten zur Folge hätten. Im Gegenteil, die christlichen Kirchen strecken versöhnlich ihre Hand den Mördern ihrer Glaubensbrüder entgegen. Selbst der Papst bittet lediglich für die Ermordeten und für den Frieden in der Welt zu beten.

Die christlichen Kirchen sind nicht nur vom Weihrauch benebelt, sondern vor allem vom Pazifismus. Sie reden ständig von Frieden und von den Rechten des Gegners, niemals von eigenen Rechten und den Allgemeinen Menschenrechten. Sie sehen sich selbst als die Schuldigen, weil sie glauben, für die heutige Rückständigkeit weiter Weltregionen verantwortlich zu sein. Viele europäische Staaten halten sich für schuldig, einmal Kolonien besessen zu haben. Dass diese Kolonisierung vielen Völkern Afrikas und Asiens erst den Weg zu einem zivilisatorischen und technologischen Fortschritt bereitet hat, vergessen sie völlig. (Viele afrikanische Völker kannten bis ins 19. Jahrhundert hinein keine Schrift). Viele Europäer glauben ernstlich, dass die heutige Rückständigkeit mancher Länder, allein auf die frühere Kolonisierung durch europäische Staaten zurückzuführen sei. Diese geschichtsverfälschende Sicht wird heute von den islamischen Staaten unterstützt, denn diese bauen ihre Rechte systematisch auf den Schuldgefühlen der westlichen Welt auf- und aus. Sie versuchen auf diese Weise die eigenen Verantwortlichkeiten von sich zu schieben und von ihnen abzulenken. Der in der islamischen Welt weitverbreitete Analphabetismus hat nichts mit der früheren Kolonisierung durch europäische Staaten zu tun, viel aber mit der islamischen Religion und ihren Verkündern. Denn Analphabeten sind die bevorzugten Zuhörer uns Schüler religiös motivierter Mullahs und Imame. (Taliban bedeutet Schüler). Analphabeten sind einer religiösen Indoktrinierung zugänglicher, denn sie sind eher willig das zu glauben, was ihnen Vorbeter und Prediger erzählen.

Das Christentum ist auch im Rückzug, weil es, im Gegensatz zum Islam, aufgegeben hat zu missionieren. In Europa dürfen zum Beispiel islamische Salafisten ungehindert missionieren und für die Beteiligung am Heiligen Krieg des Islam gegen den Rest der Welt Werbung machen. Sollte christlichen Gruppen einfallen, Werbung für ihre Sache in islamischen Staaten zu machen, würden sie sehr rasch des Landes verwiesen, wenn nicht eingekerkert und zu harten Strafen verurteilt. Schon der Besitz einer Bibel ist in Saudi-Arabien strafwürdig. Hier in Europa können islamische Fanatiker in aller Öffentlichkeit Korane gratis verteilen.

Das Christentum gibt zwar seine Werte nicht völlig auf, aber relativiert sie. Das Christentum betrachtet heute zum Beispiel den Islam als eine gleichwertige Religion. Regionen sind nie gleichwertig, denn sonst gäbe es nicht verschiedene davon, sonst könnte man sich auch mit einer einzigen, allgemeingültigen Religion begnügen: Judentum, Christentum und Islam in einen Topf geschüttet und kräftig umgerührt. Man frage einmal Juden und Moslems ob sie ihre Religion für gleichwertig mit anderen Religionen halten. Mir scheint, dass heute nur die christlichen Kirchen andere Religionen als gleichwertig betrachten. Sie predigen den interreligiösen Dialog und denken an interreligiöse Kultstätten und Bethäuser. Für mich kommt das einer Kapitulation gleich. Aber vielleicht hat das Christentum auch nichts mehr Gültiges mitzuteilen. Auf jeden Fall scheint es nicht mehr von der Gültigkeit und Einzigartigkeit seiner Grundauffassungen überzeugt zu sein. Das Christentum hält sich heute für austauschbar. Alles andere wäre „politisch inkorrekt“, rassistisch und fremdenfeindlich. Und das darf man ja nicht sein, sonst wäre man ja kein Gutmensch.