Das
Christentum in der Welt ist auf dem Rückzug und überlässt das Feld kampflos del
Islam. AlQaida, IS, Boko Haram, Taliban.
Wären solche Organisationen fanatisierter Muslims vor hundert Jahren möglich
gewesen? Nicht nur möglich. Es gab sie sogar.
Im 19. Jahrhundert gab es im Sudan den sogenannten
„Mahdi-Aufstand, als sich ein gewisser Muhammad Ahmad als Mahdi (der
Rechtgeleitete) ausgab und sich 1881 an die Spitze einer Bewegung gegen die ägyptische
Besetzung Sudans stellte. Von 1881 bis 1898 schuf diese Bewegung im Sudan einen
eigenen Staat. Berühmt wurde der Mahdi durch die Eroberung Khartums am 26.
Januar 1885. Wenige Monate nach der Eroberung
Khartums starb Muhammad Ahmad. Seinem Nachfolger und engsten Vertrauten
Abdallahi ibn Muhammad, der sich den Titel Kalif zulegte, gelang es, das
gesamte Gebiet des Sudans zwischen den Provinzen Darfur im Westen, Suakin im
Osten (ohne die Stadt), Dongola im Norden und Bahr al-Ghazal im Süden zu erobern.
Gegen ihn wurde ein britisch-ägyptisches Expeditionskorps unter Horatio Herbert
Kitchener in Marsch gesetzt, welches die fanatischen Muslime am 2. September
1898 in der Schlacht von Omdurman besiegte. Die Schlacht
bedeutete das Ende der Vorherrschaft der Mahdisten und ermöglichte die
Errichtung eines anglo-ägyptischen Kondominiums im Sudan. Grossbritannien
zögerte damals nicht, modernste Waffen, zum Beispiel Maxim-Maschinengewehre und
die neuesten Schnellfeuerkarabiner, gegen die berittenen und mit Vorderladern,
Schwertern und Lanzen ausgerüsteten muslimischen Truppen einzusetzen. Heute
sind englische Städte von Muslims besetzt, weil keiner glaubt, sich gegen den
islamischen Expansionismus und terroristischen Fanatismus wehren zu müssen.
Vor hundert Jahren gab es in
Afrika eine rege christliche Missionstätigkeit. Heute geschieht es, das
christliche Missionare, Nonnen und Priester, in Afrika von mohammedanischen
Fanatikern ermordet werden, ohne dass diese Morde ein Eingreifen christlicher Staaten zur Folge hätten. Im Gegenteil, die
christlichen Kirchen strecken versöhnlich ihre Hand den Mördern ihrer
Glaubensbrüder entgegen. Selbst der Papst bittet lediglich für die Ermordeten
und für den Frieden in der Welt zu beten.
Die christlichen Kirchen sind nicht nur vom Weihrauch
benebelt, sondern vor allem vom Pazifismus. Sie reden ständig von Frieden und
von den Rechten des Gegners, niemals von eigenen Rechten und den Allgemeinen
Menschenrechten. Sie sehen sich selbst als die Schuldigen, weil sie glauben,
für die heutige Rückständigkeit weiter Weltregionen verantwortlich zu sein.
Viele europäische Staaten halten sich für schuldig, einmal Kolonien besessen zu
haben. Dass diese Kolonisierung vielen Völkern Afrikas und Asiens erst den Weg
zu einem zivilisatorischen und technologischen Fortschritt bereitet hat,
vergessen sie völlig. (Viele afrikanische Völker kannten bis ins 19.
Jahrhundert hinein keine Schrift). Viele Europäer glauben ernstlich, dass die
heutige Rückständigkeit mancher Länder, allein auf die frühere Kolonisierung
durch europäische Staaten zurückzuführen sei. Diese geschichtsverfälschende
Sicht wird heute von den islamischen Staaten unterstützt, denn diese bauen ihre
Rechte systematisch auf den Schuldgefühlen der westlichen Welt auf- und aus.
Sie versuchen auf diese Weise die eigenen Verantwortlichkeiten von sich zu
schieben und von ihnen abzulenken. Der in der islamischen Welt weitverbreitete
Analphabetismus hat nichts mit der früheren Kolonisierung durch europäische
Staaten zu tun, viel aber mit der islamischen Religion und ihren Verkündern.
Denn Analphabeten sind die bevorzugten Zuhörer uns Schüler religiös motivierter
Mullahs und Imame. (Taliban bedeutet Schüler). Analphabeten sind einer
religiösen Indoktrinierung zugänglicher, denn sie sind eher willig das zu
glauben, was ihnen Vorbeter und Prediger erzählen.
Das Christentum ist auch im Rückzug, weil es, im
Gegensatz zum Islam, aufgegeben hat zu missionieren. In Europa dürfen zum
Beispiel islamische Salafisten ungehindert missionieren und für die Beteiligung
am Heiligen Krieg des Islam gegen den Rest der Welt Werbung machen. Sollte
christlichen Gruppen einfallen, Werbung für ihre Sache in islamischen Staaten
zu machen, würden sie sehr rasch des Landes verwiesen, wenn nicht eingekerkert
und zu harten Strafen verurteilt. Schon der Besitz einer Bibel ist in
Saudi-Arabien strafwürdig. Hier in Europa können islamische Fanatiker in aller
Öffentlichkeit Korane gratis verteilen.
Das Christentum gibt zwar seine Werte nicht völlig auf,
aber relativiert sie. Das Christentum betrachtet heute zum Beispiel den Islam
als eine gleichwertige Religion. Regionen sind nie gleichwertig, denn sonst
gäbe es nicht verschiedene davon, sonst könnte man sich auch mit einer
einzigen, allgemeingültigen Religion begnügen: Judentum, Christentum und Islam
in einen Topf geschüttet und kräftig umgerührt. Man frage einmal Juden und
Moslems ob sie ihre Religion für gleichwertig mit anderen Religionen halten.
Mir scheint, dass heute nur die christlichen Kirchen andere Religionen als gleichwertig
betrachten. Sie predigen den interreligiösen Dialog und denken an
interreligiöse Kultstätten und Bethäuser. Für mich kommt das einer Kapitulation
gleich. Aber vielleicht hat das Christentum auch nichts mehr Gültiges
mitzuteilen. Auf jeden Fall scheint es nicht mehr von der Gültigkeit und
Einzigartigkeit seiner Grundauffassungen überzeugt zu sein. Das Christentum
hält sich heute für austauschbar. Alles andere wäre „politisch inkorrekt“,
rassistisch und fremdenfeindlich. Und das darf man ja nicht sein, sonst wäre
man ja kein Gutmensch.